Menu
Menü
X

Bénin No. 1

Grüße aus Bénin

Am 25.09. ging es abends für meine Mitfreiwillige und mich nach Cotonou. Von dort aus fuhren wir dann am 26. in den frühen Morgenstunden mit dem Bus 3 Stunden lang Richtung Norden nach Bohicon bei Mougnon. Unser Waisenhausleiter hat uns gemeinsam mit seiner Frau und einer... Klicken um weiter zu lesen...

Aufgeschlossen, Sympathisch und Herzlich. Konfirmiert 2012. Aktiv in der Jugend unserer Kirchengemeinde und Sängerin unserer Gemeindeband "The Box" gewesen. Die Rede ist von Antonia Syhre. Antonia war einst ein Gemeindemitglied unserer Kirchengemeinde und auch nach ihrem Umzug nach Wiesbaden 2013 war sie hier noch aktiv in der Jugendarbeit und als Sängerin in der Kirche bei diversen Anlässen zu vernehmen. In diesem Jahr machte sie ihr Abitur und ist im September dann in ihr freiwilliges Auslandjahr nach Bénin gestartet.

Wir freuen uns darüber, dass Antonia sich dazu entschieden hat diesen Weg einzuschlagen und freuen uns umso mehr, dass Sie unsere Gemeinde an Ihren Erfahrungen teilhaben lässt. In regelmäßigen Abständen erhalten wir ihre Berichte, die Sie dann immer direkt auf unserer Internetseite und auch immer in den Gemeindebriefen lesen können. Im Anschluss an ihr Auslandsjahr wird Antonia an einem Gemeindeabend persönlich von ihren Erfahrungen und ihrem Projekt vor Ort erzählen.

Wir wünschen Antonia alles Gute und Gottes Segen für ihr Auslandsjahr und freuen uns Ihnen ihren ersten Bericht abzudrucken!

(Robin Jonas, Kirchenvorsteher)

 

 

Liebe Gemeinde, mein Name ist Antonia, ich bin 20 Jahre alt und mache derzeit einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Bénin, Westafrika.  

 

 

Zu meiner Person:

Dieses Jahr habe ich erfolgreich mein Abitur abgeschlossen und mich dazu entschlossen einen einjährigen Freiwilligendienst in Westafrika abzuhalten, bevor ich studiere.  

 

Bisher hatte ich in meinem Leben das Privileg viele Länder unserer Erde zu bereisen und kennenzulernen. Diese Möglichkeit gab mir unter anderem eine Organisation, in der ich auch immer noch ehrenamtlich tätig bin.

 

2008 bin ich aus Bayern nach Hohenstein-Born gezogen und wurde 2012 auch dort konfirmiert. Trotz meines Umzugs 2013 nach Wiesbaden war ich bis letztes Jahr auch aktiv in der Gemeinde tätig durch beispielsweise der Jugendband und dem ehemaligen Jugendausschuss.  

 

 

Zu meinem Gastland

 

Mein zukünftiges Gastland Bénin grenzt an die Länder Togo, Niger, Burkina Faso und Nigeria und zählt als Entwicklungsland. Im Bildungssystem herrschen Unterschiede zu Deutschland, da es sich am Französischen orientiert. Allgemein unterscheiden sich die Strukturen auf Grund der unterschiedlichen Kultureinflüsse sehr. Das mit ca. 10,5 Mio. Einwohnern bewohnte Land weist eine große Vielfalt in Sprachen und Religionen auf. Als Amtssprache zählt jedoch Französisch. Bénin gilt als großes Zentrum des Vodoo, jedoch fühlt sich eine große Breite der Gesellschaft dem Islam und Christentum zugehörig.  

 

 

Zu meiner Entsendeorganisation

 

Zunächst möchte ich kurz einmal meine Entsendeorganisation und mein Projekt vorstellen, bevor Sie einen konkreten Einblick in meine letzten 3 Wochen bekommen: Meine Entsendeorganisation 'Kinderhilfe Westafrika e.V.' habe ich vergangenes Jahr über die staatliche Institution 'weltwärts' gefunden. Kinderhilfe als christliche Entsendeorganisation arbeitet durch Kooperationen mit Pastoren bzw. Pastorenehepaaren, aber auch mit Schulen und Mikrofinanzprojekten seit 2007 an einer besseren Zukunft für benachteiligte Kinder in mittlerweile vier Ländern (Ghana, Burkina Faso, Nigeria und Bénin).

 

Mein Projekt: Das "Centre Tabitha Dorcas" wurde 2001 von Pastor Ernest Ahouignan und seiner Frau gegründet, um Kindern aus sozial schwierigen Verhältnissen (Waisen, Halbweisen, Straßenkinder, verstoßene Kinder etc.), nicht nur genügend Essen, ein Bett und zu trinken zu geben, sondern ihnen auch ein zu Hause zu schenken.  Seit 2014 empfängt das "Tabitha Dorcas" jährlich zwei Freiwillige. Das Waisenhaus wurde in den letzten Jahren mit der Hilfe von Spenden komplett neu gebaut, um noch mehr Kinder aufnehmen zu können. Es liegt in einem kleinen Dorf namens Mougnon, bei Abomey im südlichen Teil Bénins. Momentan leben 62 Kinder mit uns gemeinsam hier.  

 

 

Herzliches Ankommen im Waisenhaus

 

Seit dem 13. September darf ich nun dieses schöne und super interessante Land kennenlernen. Begonnen hat mein Freiwilligendienst erst einmal nicht mit meinem Projekt selbst, sondern mit dem Beantragen des Jahresvisums und einem Einführungsseminar in der Hauptstadt Porto Novo. Inhalte des Seminars waren unter anderem Kinderrechte, Krankheiten in Bénin und deren Vorbeugung und auch das kulturelle Leben in Bénin.

 

Am 25.09. ging es abends für meine Mitfreiwillige und mich nach Cotonou. Von dort aus fuhren wir dann am 26. in den frühen Morgenstunden mit dem Bus 3 Stunden lang Richtung Norden nach Bohicon bei Mougnon.  

Unser Waisenhausleiter hat uns gemeinsam mit seiner Frau und einer Tochter abgeholt. Als wir im Waisenhaus "Centre Tabitha Dorcas" ankamen, begrüßten die Kinder uns ganz herzlich. Das Gelände des Waisenhauses liegt gefühlt mitten im Wald. Mougnon ist mit ca. 5000 Einwohnern ein kleines Dorf und weit verstreut.

 

Der bisherige Trubel aus Porto Novo und Cotonou war komplett verschwunden. Auch, wenn die Menschen und die Umgebung sich ähnlich waren, war es doch ganz anders. Im Waisenhaus selbst ist es noch einmal eine ganz andere Welt. Es ist wunderschön und immer was los. Die Selbstständigkeit der Kinder ist erstaunlich. Die älteren Kinder übernehmen die Verantwortung für die Jüngeren, wie große Geschwister, und auch das Lernen für die Schule am Abend ist trotz vieler Ablenkungsmöglichkeiten sehr diszipliniert.

 

Neben mir und meiner Mitfreiwilligen gibt es keine Betreuer oder Ähnliches für die Kinder. Das Pastorenehepaar leitet und betreut das Waisenhaus eigenständig. Die Maman kocht und ist für kleine Sorgen die Ansprechpartnerin, während der Pastor Administratives verwaltet. Es ist einfach wie eine große Familie mit über 60 Kindern.  

 

 

Beginn der Arbeit

 

Stück für Stück arbeiten wir uns in unsere Aufgabenfelder ein. Eine Herausforderung ist es momentan noch die Namen der Kinder zu lernen- für mich scheinbar unmöglich, wenn alle jeden Tag was anderes anhaben. Unsere Aufgaben liegen neben der Arbeit mit den Kindern und deren Freizeitgestaltung auch in der Übersetzungsarbeit für den Pastor mit der deutschen Partnerorganisation 'Kinderhilfe Westafrika e.V.'.

 

Nach einer kleineren Erkältung der letzten Tage geht es mir heute wieder gut und wir arbeiten an eigenen Projektideen für die nächsten Monate.  

 

Für meinen Freiwilligendienst ist es meine Aufgabe einen monatlichen Eigenanteil in Form von Spenden aufzubringen. Für jede Spende bin ich immer sehr dankbar.

Jeder Überschuss der Spenden wird zunächst zu 80% und später zu 100% in das Waisenhaus und unseren eigenen Projektideen weitergeleitet.  

 

 

 Für Interessierte an meiner Arbeit können Sie mich gerne unter benin@syhre.com persönlich erreichen oder diese auch an Bekannte und Interessierte weitergeben.

 

Mit vielen Grüßen aus Bénin

Antonia Syhre      

 

 

"Suche nicht die großen Worte, eine kleine Geste genügt." (Phil Bosmans)


top