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Bénin No. 5

Abschlussbericht von Antonia aus Bénin

"Das Leben hier ist in den kleinsten Dingen so anders. Vieles besser, vieles schlechter. Wobei jede Wertung hier natürlich subjektiv ist. Ich als ehemalig durch und durch Deutsche, habe nun viele Verhaltensweisen abgelegt, viele neue Ideen für zu Hause und doch bin ich mir bewusst, dass sich gewisse Dinge bei mir wahrscheinlich nie ändern, und darüber bin ich froh." Klicken um den kompletten Bericht zu lesen...

Liebe Gemeinde,

nun ist es schon lange nicht mehr so, dass ich die Zeit zähle, die ich schon hier bin, sondern die Zeit zähle, die mir hier noch bleibt. Noch gute zwei Wochen und ich sitze im Flugzeug in Richtung Heimat. Ein sehr komisches Bauchgefühl schleicht sich an. Ganz oben steht aber die Freude auf zu Hause und meine Liebsten gemischt mit tiefster Traurigkeit, die Kinder hier zulassen. Es liegt eine unglaubliche Zeit mit vielen Erfahrungen, Eindrücken und mit viel Gelerntem hinter mir.

In den letzten zwei Monaten hatten wir zunächst viele Besuche von Mitfreiwilligen aus anderen Projekten in Benin. Außerdem habe ich zwei Freiwillige in einem anderen Waisenhaus ca. 3 Stunden von hier besucht. Die Unterschiede waren nicht nur des Unterschieds der Kinderanzahl zuzuschreiben. Mit 19 Kinder haben meine Mitfreiwilligen doch erstaunlich leichtere und überschaubarere Arbeit, als ich mit meiner direkten Mitfreiwilligen und momentan 65 Kindern.

Das Leben hier ist in den kleinsten Dingen so anders. Vieles besser, vieles schlechter. Wobei jede Wertung hier natürlich subjektiv ist. Ich als ehemalig durch und durch Deutsche, habe nun viele Verhaltensweisen abgelegt, viele neue Ideen für zu Hause und doch bin ich mir bewusst, dass sich gewisse Dinge bei mir wahrscheinlich nie ändern, und darüber bin ich froh.

Neben dem vielen Besuch in der letzten Zeit haben wir dank des Spendenüberschusses meiner Mitfreiwilligen seit Mitte Juni Wöchentlich ein Kleinprojekt umsetzen können.

Auf Wunsch der Kinder hin hatte dies größtenteils mit Essen zu tun.

Wir haben viele beninische Gerichte und gestern auch einmal ein deutsches Gericht gekocht. Außerdem haben wir einen Lagerfeuerabend mit Stockbrot, Seifenblasen und eine Klorollen-werden-zu-Tieren Aktion gemacht. Kinderschminken als Preis für die Gewinner der zweitätigen Olympiade war für mich als zeichnerisch eher unbegabte Person doch eher eine größere Herausforderung.

Dank einer konkreten Projektspende werden wir in den letzten Tagen versuchen ein kleines Spielplatz- Karussell für die Kinder anzuschaffen. Außerdem haben wir noch zwei Mini Projekte und unsere Abschlusswoche vor uns.

Ansonsten ist auf dem Gelände derzeit immer viel los, da der Bau des Gesundheitszentrums für unser Waisenhaus im vollen Gange ist. Bei der momentanen Kinderanzahl ist eine solche staatlich vorgeschrieben. Wir sind sehr gespannt auch, wenn wir die Vollendung wahrscheinlich nicht mehr selbst hier miterleben werden.

Seit wenigen Wochen sind auch die Sommerferien eingeleitet worden. Die gewonnene Zeit mit den Kindern bringt aber auch Arbeit mit sich und lässt die Arbeit, was bis zum Abflug alles noch gemacht werden muss, ein bisschen in den Hinterkopf rücken.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland freue ich mich sehr Ihnen ein Nachmittag/Abend von meinem Erlebten und Erfahrungen hier berichten zu können.

 

Mit vielen Grüßen aus Benin

Antonia Syhre

 

 


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