Menu
Menü
X

Monatsspruch 01

Monatsspruch Januar 2018

„Aber am siebenten Tag ist der Sabbat desHERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.“ (Dtn 5, 14 I LUT17)

Diesen Monat der Monatsspruch aus der Luther Bibel:

Wiederholung der Zehn Gebote

51 Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernt sie und bewahrt sie, dass ihr danach tut!

2 Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen am Horeb.

3 Nicht mit unsern Vätern hat derHERR diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle leben.

4 Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet.

5 Ich stand zu derselben Zeit zwischen demHERRN und euch, um euch des HERRN Wort zu verkündigen; denn ihr fürchtetet euch vor dem Feuer und gingt nicht auf den Berg. Und er sprach:

6 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft.

7 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

8 Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist.

9 Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,

10 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

12 Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligst, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat.

13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.

14 Aber am siebenten Tag ist der Sabbat desHERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.

15 Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.

16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

17 Du sollst nicht töten.

18 Du sollst nicht ehebrechen.

19 Du sollst nicht stehlen.

20 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

21 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist.

22 Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und dem Dunkel mit großer Stimme, und tat nichts hinzu und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.

 

Genaueres zur Luther Bibel:

Ihre Geschichte reicht zurück bis in die Frühzeit der Reformation: Martin Luther nutzte seinen unfreiwilligen Aufenthalt auf der Wartburg im Winter 1521/22, um das Neue Testament – in der Rekordzeit von nur 10 Wochen – aus dem Griechischen ins Deutsche zu übersetzen. Zwölf Jahre später (1534) konnte dann die gesamte Bibel in seiner Übersetzung erscheinen, an deren Vervollkommnung Luther bis zu seinem Lebensende weitergearbeitet hat.

»Dem Volk aufs Maul sehen«

Berühmt ist ein Grundsatz, den Luther bei seiner Bibelübersetzung angewendet und der zu dem durchschlagenden Erfolg seiner Bibelübersetzung beigetragen hat: »Man muss nicht die Buchstaben der lateinischen Sprache fragen, wie man soll deutsch reden, sondern man muss die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gasse, den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselbigen aufs Maul sehen, wie sie reden, und danach dolmetschen, so verstehn sie es denn und merken, dass man deutsch mit ihnen redet.« (Sendbrief vom Dolmetschen)   

Theologische Prinzipien

Ebenso wichtig waren für Luther jedoch die theologischen Prinzipien seiner Übersetzung. Als Grundlage für sein Verständnis der Bibel gilt ihm Gottes Heilstat in Jesus Christus. Um dieses möglichst deutlich herauszuarbeiten, hat Luther bestimmte deutsche Worte, in denen sich diese Botschaft ausdrückt, möglichst oft verwendet - auch dort, wo der hebräische oder griechische Wortlaut es nicht fordert: Glaube, Gnade, Trost (durch das Evangelium), predigen (das Evangelium verkündigen). Mit Hilfe dieses Verfahrens lässt Luther die evangelische Botschaft von der Rechtfertigung des Sünders allein aus dem Glauben durch die ganze Heilige Schrift hindurch sichtbar werden.  

Bedeutung

Seit der Reformationszeit hat Luthers Bibelübersetzung nicht nur den deutschen Protestantismus und seine Frömmigkeit tiefgreifend geprägt, sondern auch die deutsche Literatur und Sprache aufs nachhaltigste beeinflusst. Bei der Herausbildung einer einheitlichen deutschen Schriftsprache hat sie eine entscheidende Rolle gespielt und darüber hinaus in Sprachschatz und Sprachgebrauch der Deutschen zahlreiche Spuren hinterlassen. 

 

Redewendungen wie Hochmut kommt vor dem Fall (Sprüche 16,18) oder Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein (Prediger 10,8) stammen ebenso aus der Lutherbibel wie Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über (Matthäus 12,34). Die deutsche Dichtung ist voll von Zitaten und Anspielungen aus der Lutherbibel; es ist bekannt, wie sehr der junge Goethe seine Sprache an der Bibel Martin Luthers geschult hat, und in unserem Jahrhundert hat Bertolt Brecht die Frage nach seiner Lieblingslektüre so beantwortet: »Sie werden lachen: die Bibel.«  

Revisionen

Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Lutherbibel in den protestantischen Gebieten Deutschlands das Haus- und Volksbuch schlechthin. Dann haben eine beschleunigte Sprachentwicklung und ein einschneidender Traditionsabbruch dazu geführt, dass die Originalsprache Luthers für immer mehr Menschen immer schwerer verständlich wurde. 

 

Damit die Bibel Martin Luthers nicht zum sprachlichen Museumsstück wurde, hat die Evangelische Kirche in Deutschland seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in mehreren Anläufen die Lutherbibel revidiert.  Seit dem 19.10.2016 liegt die Lutherbibel in der revidierte Fassung "Lutherbibel 2017" vor. Der Bibeltext wurde komplett durchgesehen und zum Start des Reformationsjubiläums veröffentlicht. In dieser Fassung stellt die Lutherbibel heute den offiziellen Bibeltext der evangelischen Kirchen dar. Darüber hinaus sind auch ältere Fassungen des Luthertextes (Luthers Ausgabe letzter Hand von 1545 sowie die wichtigen Revision aus den Jahren 1912 und 1984) noch erhältlich.  

 

Dieses Jahr möchten wir für Sie die jeweiligen Monatssprüche mit verschiedenen Bibelübersetzungen verknüpfen. Lassen Sie sich ein auf verschiedene Herangehensweisen an die Originaltexte und finden Sie für sich ihre passende Übersetzung. Oder lernen Sie eine neue Übersetzung kennen, die Ihnen bis jetzt noch nicht vertraut war.

Damit dies auch klappt erhalten Sie zusätzlich zu dem jeweiligen Monatsspruch auch immer die Kontextabgrenzung der Bibelübersetzung mit an die Hand gegeben. Zudem geben wir Ihnen die Möglichkeit mehr über die Bibelübersetzung zu erfahren.

Ihre Lieblings-Bibelübersetzung war diesen Monat nicht dabei? Kein Problem über folgenden Link gelangen Sie auf die Seite der Deutschen Bibel-Gesellschaft: https://www.die-bibel.de/

(Der jeweilige Bibeltext und Erklärungstext zur Bibelversion entstammt der Seite der Deutschen Bibel-Gesellschaft.) 


top